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Protokoll der GV vom 25. Oktober 2019

Datum: Freitag 25.Oktober 2019 

Zeit: 19:00 Uhr 

Ort: Restaurant Strietta La Punt Chamues-ch 

Anwesend: 21 Mitglieder/HFA Linard Jäger 

Entschuldigt: C&A Holzer / F.Strub / H.Schwab / A.Widmer / D.Blättler / T.Lenatti / CHr.Biel / G.Tomaselli / H.Frei / A.Stifel / C.Clavuot 

Traktanden: 1. Wahl der Stimmenzähler 2. Genehmigung des Protokolls der letzten GV 3. Jahresbericht des Präsidenten 4. Kassabericht 5. Revisorenbericht 6. Jahresbericht über die Aufzucht in den Sömmerlingsteichen. 7. Ehrungen 8. Budget und Festsetzung des Jahresbeitrages 9. Beschlussfassung über fristgerecht eingereichte Anträge 10. Jahresprogramm 11. Varia und Umfrage 

 

 

1. Wahl der Stimmenzähler 

Der Präsident Silvano Plebani begrüsst alle Anwesenden. Die GV verläuft gemäss Traktandenliste Wolfgang Hähggi wird als Stimmenzähler gewählt. 

2. Genehmigung des Protokolls der letzten GV 

Das Protokoll wird elektronisch versendet, und wird auch auf unserer Homepage zu finden sein. Das Protokoll wird genehmigt.

3. Jahresbericht des Präsidenten 

Präsident Silvano erläutert die Höhepunkte des Vereinsjahrs. Aussergewöhnlich war bestimmt das langanhaltende Hochwasser, bei dem sich die Renaturierungen bewährt haben. Unser Verein hat einen Förderpreis im Wert von sfr.2000.- gewonnen, dies für unser Anlass Generationenfischen. Verschiedene Fronarbeiten, Grilladen und organisierte Anlässe prägten das Vereinsjahr. Silvano bedankt sich bei allen Helfern Mitgliedern und Sponsoren. Die Versammlung verdankt den Jahresbericht mit einem Applaus. 

4. Kassabericht 

Unser Kassier Alessandro Crameri begrüsst die Versammlung. Er erklärt die Einnahmen und Ausgaben des Vereinsjahres. Verschiedene Ausgaben werden auf Verlangen genauer erklärt. So z.B. die Ausgabe Fischerbötli Silvaplanersee/ Heli Bernina und Jungfischerkurs. Silvano erklärt es sei schwierig das Vereinsjahr abzuschliessen da viele Einnahmen zu dieser Zeit noch fehlen. Dieses Problem soll nächstes Jahr mit einem Antrag zur Änderung der Statuten gelöst werden. Das Vereinsvermögen beträgt per 30.09.2019 sFr. 27191.78 

5. Revisorenbericht 

Unser Revisor Michael Merker entschuldigt H.CH.Gut. Er verliest den Revisorenbericht. Die Revisoren beantragen den Kassabericht zu genehmigen und dem Vorstand Decharge zu erteilen. Der Kassa und Revisorenbericht wird durch die GV gutgeheissen. I 

6. Jahresbericht über die Aufzucht in den Sömmerlingsteichen. 

Heinz Grob fasst die Arbeiten und Anlässe an den Teichen zusammen. Der Hegetag am 27.04 konnte wegen Schnee nicht durchgeführt werden. Der Fischerhock am 1.Mai wurde von 12 Mitgliedern besucht. Highlight war die super Gulaschsuppe. Teichbesatz 25.05 20000 Sömmerlinge. 29.06 Plauschfischen, leider nur schwach besucht. 25.08 Abfischen Palüds Süd. 14.09 Entnahme Sömmerlinge. Leider mit einem sehr schlechten Ergebnis. Lediglich 500-600 Sömmerlinge können entnommen werden. Heinz bedankt sich bei seinen Leuten und allen die mitgeholfen haben. Es entsteht eine Diskussion über die bescheidene Zahl der abgefischten Sömmerlinge. Möglicherweise hängt es mit dem Bau des Migrogebäudes zusammen. HFA Linard Jäger erklärt es sei unmöglich dies im Nachhinein nachzuweisen. Man geht von einer einmaligen Sache aus. 

7. Ehrungen 

Es gibt verschiedene Ehrungen. Leider ist keiner der geehrten anwesend. Georg Budja wird kantonaler Veteran. Vereinsveteranen werden Housi Schwab und Reto Schmidhauser. I AC 

8. Budget und Festsetzung des Jahresbeitrages 

Das Budget 2020 wird vom Kassier vorgetragen. Er rechnet mit Einnahmen von Fr. 6805.- und Ausgaben von Fr. 6481.- Die Mitgliederbeiträge bleiben unverändert. Das Budget wird von der Versammlung genehmigt. 

9. Beschlussfassung über fristgerecht eingereichte Anträge 

Es werden keine Anträge gestellt. Der letztjährige Antrag von Jachen Stecher die Aufzuchtsbäche Palüds Süd für die Fischerei zu schliessen wird nun weiterverfolgt. HFA Linard Jäger erklärt, es soll bereits nächsten Sommer ein Fischereiverbot auf der linken Seite Palüds Süd geben. 

10. Jahresprogramm

Die Vereinsanlässe bewegen sich im Rahmen der Vorjahre. 2020 soll erneut eine Fliegenbindemeisterschaft stattfinden. Das Programm wird durch den Vorstand erarbeitet. 

11. Varia und Umfrage 

-Silvano informiert über verschiedene Punkte die in den Statuten geändert werden sollten. 

-Revisor H.CH. Gut tritt auf Ende Vereinsjahr 2020 zurück. Ein neuer Revisor muss gefunden werden. 

-Alfred Widmer hat uns ein Anliegen zugesendet. Es geht um die Überwucherung der Blätterstauden an Teilen des Inn entlang. Diese sollten besser geforstet werden. 

-Die Firma Vitali hat alle Kosten für Kopien übernommen. Danke dafür. 

- Der Vorstand sucht für nächstes Jahr einen zusätzlichen Beisitzer, dessen Aufgabe in erster Linie die Aktualisierung unserer Homepage und Facebook Seite beinhaltet. 

-Silvano bedankt sich beim Gastgeber der diesjährigen GV. Flavio Neuhäusler . Diesen dürfen wir sogleich als Neumitglied in unserem Verein willkommen heissen. 

-Reto Stifel motiviert die Anwesenden Werbung für unsere Anlässe zu machen. Besonders für das Generationenfischen für das wir den Förderpreis erhalten haben. Er bedankt sich beim ganzen Verein und vor allem bei Präsident Silvano der einen super Job macht. 

-Gabi Grob entfacht eine Diskussion, wie mehr Mitglieder motiviert werden könnten bei unseren Anlässen mitzumachen. Viele Ideen kommen zusammen. Es wird auch immer klarer dass der Anlass Plauschfischen umgemodelt werden muss. 

-Claudio Morell bemängelt die Fischereibeiträge der Zeitschrift Bündner Jäger/Fischer. Zudem hat er einige Fragen zur Renaturierung. Diese werden Von HFA Linard Jäger beantwortet. 

- Linard sucht noch Helfer für den Laichfischfang am 09.12 

-Der Präsident schliesst die Versammlung. 

Sitzungsdauer: 75 min. 

Protokoll: Marco Lenatti

 

Das Protokoll muss an der GV 2020 von den Mitgliedern noch genehmigt werden.

 

 

 

Mehr über das Wanderverhalten der Äschen erfahren

 

Die Fischer im Kanton Graubünden fangen immer weniger Äschen. Warum? Mögliche Gründe werden zurzeit untersucht. 

 

Ein kühler, bewölkter Herbsttag am Inn unterhalb von Samedan. Auf einem Schlauchboot läuft ein Generator, das Boot wird flussaufwärts mitgezogen. Mitarbeiter eines Ökobüros, Wildhüter und Fischereiaufseher fischen den Fluss mit einem Elektrofanggerät ab. Die Fische zappeln und zucken in der Strömung heran, aus der sie mit einem Feumer aufgefangen und in einen, mit Wasser gefüllten Bottich geleert werden. «Forelle 20», «Äsche 29». Jeder gefangene Fisch wird handschriftlich in einem Protokoll erfasst.

Ein paar Meter weiter unten stehen Marcel Michel, Fischereibiologe vom Amt für Jagd und Fischerei, sowie Peter Rey vom Büro Hydra. Während die gefangenen Forellen bereits wieder im Inn schwimmen, werden die Äschen betäubt und noch einmal gewogen, gemessen und an der Unterseite mit einem blauen Punkt markiert. Die grösseren Exemplare erhalten zusätzlich einen kleinen Schnitt, über den ein PIT-Tag, ein elektronischer Passiv-Sender in die Bauchhöhle eingeführt wird. Kurze Zeit später schwimmen die Äschen wieder im Bottich und werden dann zurück in die Freiheit entlassen. Die kleine Schnittwunde ist innerhalb von zwei Tagen verheilt. 

 

Weniger Äschen gefangen

Was hier am Inn passiert, dient als Grundlage für das Fischerei-Management des Kantons. Im vergangenen Jahrzehnt sind in den Oberengadiner Flüssen deutlich weniger Äschen gefangen worden. Waren es 2008 noch 5300 Stück, wurde im letzten Jahr noch knapp 3000 gezählt. Über die Gründe kann zurzeit nur gemutmasst werden, darum das Projekt zur Untersuchung der Bestandssituation. 

Peter Rey kennt die Oberengadiner Gewässer seit den Revitalisierungsprojekten sehr gut. 2005, nach der Flazverlegung, seien die Äschenbestände in den neu gewonnenen Gewässerab‧schnitten geradezu explodiert. Ab dem Jahr 2011 seien sie dann abschnittsweise stark zurückgegangen. Vermutungen gibt es einige. «Wir wollen es aber genau wissen. Im Idealfall finden wir die Ursache, welche wir dann auch beheben können», sagt Rey. Was beim Abfischen aufgefallen ist: In Gewässerabschnitten, welche früher vor allem von der Äsche bevölkert waren, gibt es heute deutlich mehr Bachforellen. 

 

Sich die Technik zunutze machen

Ein wichtiges Indiz, um den Ursachen für den möglichen Bestandsrückgang auf die Spur zu kommen, ist das Wanderverhalten der Äsche. Steigt sie unterhalb von S-chanf den Inn hoch in Richtung Oberengadin? Kommt sie zurück in den Innbogen bei Celerina, früher ein eigentlicher Hotspot für die Äsche? Antworten auf diese und andere Fragen soll der eingepflanzte Passiv-Sender liefern. Im Inn und im Flaz sind an verschiedenen Stellen im Fluss Indika‧tionsschlaufen verlegt. Sobald die Äsche diese passiert, wird sie elektronisch registriert. Stand erste Okto‧ber‧woche waren bereits rund 500 Äschen «getaggt». 

 

Keine schnellen Resultate

Mit schnellen Resultaten ist nicht zu rechnen, die will man bei dem auf drei Jahre angelegten Projekt auch nicht. Gemäss Marcel Michel gibt es einen Katalog von möglichen Ursachen. Angefangen von einer anderen Verteilung der Fische in den Gewässern, über die Klimaerwärmung, die Nutzung der Wasserkraft bis hin zu einer Änderung der Nahrungsgrundlage. «Wir wollen das nun fundiert untersuchen, um dann allfällige Massnahmen umsetzen zu können», sagt er. 

 

Der Text ist erstmals erschienen im Bündner Fischer vom November 2019 und in der Engadiner Post/Posta Ladina

Autor: Reto Stifel