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Dieser Bericht ist kürzlich in der EP/PL erschienen. Ich finde das neue Datentool des AJF wirklich sehr gut. Da lässt sich fast alles herausfinden. Unbedingt probieren!
Mehr Fischer in diesem Jahr, aber die Fänge gehen zurück

 

Es gibt eine gute Nachricht: Der Verkauf an Fischereipatenten hat in diesem Frühjahr zugenommen. Die schlechte Meldung: Vor allem in den Bündner Fliessgewässern werden massiv weniger Fische gefangen als noch vor ein paar Jahren.

Fischen findet in der freien Natur statt. «Dichtestress» ist im Normalfall nicht zu befürchten. Und der direkte Kontakt mit Mitfischerinnen und Mitfischern ist überschaubar. Alles Voraussetzungen also, die das Fischen zum idealen Hobby machen, während auf der Welt das Coronavirus seine Spuren hinterlässt. Ganz offensichtlich sehen das auch die Petrijünger so. Bis 5. Mai dieses Jahres wurden im Kanton gemäss einem Bericht im «Bündner Fischer» 4053 Saisonpatente verkauft, 168 mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis ist umso erstaunlicher, als alle Jung- und Neufischer in diesem Jahr kein Patent erwerben konnten. Dafür müssen sie zuerst eine Ausbildung durchlaufen, welche mit dem sogenannten «SaNa-Ausweis» honoriert wird, welcher wiederum zum Patentbezug berechtigt. Wegen Corona mussten aber in diesem Frühjahr sämtliche SaNa-Kurse gestrichen – und die Jung- und Neufischer auf nächstes Jahr vertröstet werden. Wer an den Gewässern unterwegs war, wird auch festgestellt haben, dass in dieser Saison mehr Fischer anzutreffen sind als auch schon. Beispielsweise auf dem St. Moritzersee oder am Innbogen bei Celerina.

2019 war ein schlechtes (Fang)Jahr
Ob diese auch Fische fangen, steht auf einem anderen Blatt Papier geschrieben. Rückblickend auf das Jahr 2019, lautet die Antwort ganz klar: Nein. Der Blick auf das interaktive Web-Tool des Amtes für Jagd und Fischerei (AJF) zeigt, dass das letzte Jahr insbesondere an den Fliessgewässern miserabel war. Noch nie seit 2002 gingen so wenige Fischer an die Gewässer. Im Jahr 2003, dem absoluten Rekordjahr, wurden insgesamt 94 013 sogenannte «Ereignisse»(ein Gang ans Gewässer) registriert. Dabei wurden 124 448 Fänge verzeichnet. Im letzten Jahr waren es bei 51 951 Ereignissen noch 48 714 Fänge – zum ersten Mal überhaupt ist der CPUE-Wert (Fang pro Ereignis) unter eins gesunken. Der Durchschnittswert der letzten zehn Jahre lag bei 69 580 Ereignissen und 77 028 gefangenen Fischen. Die Gründe, die hinter den tiefen Fangzahlen liegen, werden teils kontrovers diskutiert, aber auch untersucht. So läuft beispielsweise zurzeit ein auf drei Jahre angelegtes kantonales Projekt, welches der Bestandssituation bei den Äschen nachgeht.

Seenfischerei ist stabiler
Etwas besser sieht es bei der Seenfischerei aus. Dort lagen die fischereili-chen Aktivitäten 2019 nur leicht unter dem langjährigen Schnitt, allerdings wurden auch in den Seen deutlich weniger Fische gefangen, nämlich rund ein Fünftel gegenüber dem Zehnjahresdurchschnitt. Massgeblich sind diese Zahlen vom massiven Rückgang gefangener Seesaiblinge in den Oberengadiner Talseen beeinflusst. Im Ausnahmejahr 2004 wurden im ganzen Kanton knapp 70  000 Fische dieser Art gefangen – weitaus der grösste Teil im Oberengadin. 2019 waren es noch 16 487 Fische, das langjährige Mittel liegt bei 26 403 Saiblingen.

Modernes Datentool
Die neue «Fischereistatistik Graubünden» wurde am 1. Juni auf der Website des AJF aufgeschaltet. Das Tool erlaubt eine detaillierte und massgeschnei-derte Datenabfrage und -darstellung der Fangstatistik-, Fischbesatz- und Patentverkaufszahlen in Graubünden. Auch können die Daten für die einzelnen Regionen analysiert werden. So zeigt sich beispielsweise, dass das tiefe kantonale Fangstatistikniveau wesentlich auf die sehr schlechte Entwicklung im Unterengadin zurückzuführen ist. Im zehnjährigen Schnitt steuert diese Region fast ein Viertel an kantonalen Fängen in den Fliessgewässern bei. Letztes Jahr belief sich dieser Anteil nur noch auf ein Achtel. Mit 1,1 liegt der CPUE aber immer noch über dem kantonalen Schnitt, im zehnjährigen Mittel sogar bei 1,3. Im Oberengadin liegen die Werte mit 0,8 respektive 1 tiefer.
Über den Direkt-Link www.fischereistatistik.gr.ch gelangt man auf das neue Datentool.

Autor: Reto Stifel

Foto: Daniel Zaugg

Familien-Grillplausch

Liebe Vereinsmitglieder, leider musst der Anlass mangels Anmeldungen abgesagt werden. Schade!

 

Unser Boot wurde gezügelt!

Seit der letzten Saison stellt der Fischereiverein Oberengadin seinen Mitgliedern ein Ruderboot gegen einen freiwilligen Beitrag zur Benützung zur Verfügung. Ab dem 1. Mai ist dieses in St. Moritz Bad, Seite Zirkuswiese, auf dem Bootsplatz Nr. 17 stationiert. Infos und Reservationen bei Silvano Plebani, 079 777 03 56 oder fvoengadin@hotmail.com.

 

 

Das Amt für Jagd und Fischerei informiert

 

Auf Grund des Massnahmenplanes des Bundes und des Kantons Graubünden rund um die Eindämmung des Coronavirus muss auch das AJF einige Anpassungen von Abläufen vornehmen. Folgende Massnahmen gelten ab sofort:

 

 

Verkauf Fischereipatente

 

Der Kauf von Fischereipatenten wird ausschliesslich online oder schriftlich möglich sein. Bitte benutzen Sie dazu den Fischereipatente-Onlineshop auf unserer Webseite www.ajf.gr.ch (Fischerei/ Fischereipatente Online) oder bestellen Sie das Patent rechtzeitig auf dem Postweg gegen Rechnung beim AJF Chur. Übrige Ausgabeorte (u.a. bei der Fischereiaufsicht) bleiben geschlossen. Die im Bündner Fischer (Ausgabe April 2020) publizierten Ausgabeorte/Termine sind demnach ungültig.

 

Um die Ansteckungsgefahr weiter zu minimieren, raten wir Ihnen die Statistik per Fischerei App zu führen und nicht mit der Papierstatistik.

 

 

SaNa Kurse

 

Sämtliche SaNa-Kurse sind abgesagt. Der Kauf von Saison- und Monatspatenten ist ohne einen SaNa-Ausweis weiterhin nicht möglich. Die übrigen Fischereipatente können auch ohne SaNa-Ausweis erworben werden.

 

 

Generelle Informationen

 

Das Amt für Jagd und Fischerei wird seinen Betrieb auf weiteres auf ein Minimum reduzieren. Wir werden weiterhin in erster Linie per Mail, aber auch telefonisch erreichbar sein. Laufkundschaft dürfen wir keine empfangen. Relevante Informationen werden über das Infomail-System des BKPJV und über die Webseite des AJF bzw. des BKPJV mitgeteilt.

 

Keine DV, keine Bindemeisterschaft

Aufgrund der raschen Verbreitung des Coronavirus und den damit verbundenen behördlichen Auflagen, ist die Delegiertenversammlung des Kantonalen Fischereiverbandes vom 4. April abgesagt worden.

 

Weiter hat sich der Vorstand entschieden, die zweite Meisterschaft im Fliegenbinden vom 25. April in La Punt Chamues-ch ebenfalls abzusagen. Ob diese später im Jahr oder erst 2021 durchgeführt wird, entscheidet der Vorstand später. Danke fürs Verständnis. 

 

 

Protokoll der GV vom 25. Oktober 2019

Datum: Freitag 25.Oktober 2019 

Zeit: 19:00 Uhr 

Ort: Restaurant Strietta La Punt Chamues-ch 

Anwesend: 21 Mitglieder/HFA Linard Jäger 

Entschuldigt: C&A Holzer / F.Strub / H.Schwab / A.Widmer / D.Blättler / T.Lenatti / CHr.Biel / G.Tomaselli / H.Frei / A.Stifel / C.Clavuot 

Traktanden: 1. Wahl der Stimmenzähler 2. Genehmigung des Protokolls der letzten GV 3. Jahresbericht des Präsidenten 4. Kassabericht 5. Revisorenbericht 6. Jahresbericht über die Aufzucht in den Sömmerlingsteichen. 7. Ehrungen 8. Budget und Festsetzung des Jahresbeitrages 9. Beschlussfassung über fristgerecht eingereichte Anträge 10. Jahresprogramm 11. Varia und Umfrage 

 

 

1. Wahl der Stimmenzähler 

Der Präsident Silvano Plebani begrüsst alle Anwesenden. Die GV verläuft gemäss Traktandenliste Wolfgang Hähggi wird als Stimmenzähler gewählt. 

2. Genehmigung des Protokolls der letzten GV 

Das Protokoll wird elektronisch versendet, und wird auch auf unserer Homepage zu finden sein. Das Protokoll wird genehmigt.

3. Jahresbericht des Präsidenten 

Präsident Silvano erläutert die Höhepunkte des Vereinsjahrs. Aussergewöhnlich war bestimmt das langanhaltende Hochwasser, bei dem sich die Renaturierungen bewährt haben. Unser Verein hat einen Förderpreis im Wert von sfr.2000.- gewonnen, dies für unser Anlass Generationenfischen. Verschiedene Fronarbeiten, Grilladen und organisierte Anlässe prägten das Vereinsjahr. Silvano bedankt sich bei allen Helfern Mitgliedern und Sponsoren. Die Versammlung verdankt den Jahresbericht mit einem Applaus. 

4. Kassabericht 

Unser Kassier Alessandro Crameri begrüsst die Versammlung. Er erklärt die Einnahmen und Ausgaben des Vereinsjahres. Verschiedene Ausgaben werden auf Verlangen genauer erklärt. So z.B. die Ausgabe Fischerbötli Silvaplanersee/ Heli Bernina und Jungfischerkurs. Silvano erklärt es sei schwierig das Vereinsjahr abzuschliessen da viele Einnahmen zu dieser Zeit noch fehlen. Dieses Problem soll nächstes Jahr mit einem Antrag zur Änderung der Statuten gelöst werden. Das Vereinsvermögen beträgt per 30.09.2019 sFr. 27191.78 

5. Revisorenbericht 

Unser Revisor Michael Merker entschuldigt H.CH.Gut. Er verliest den Revisorenbericht. Die Revisoren beantragen den Kassabericht zu genehmigen und dem Vorstand Decharge zu erteilen. Der Kassa und Revisorenbericht wird durch die GV gutgeheissen. I 

6. Jahresbericht über die Aufzucht in den Sömmerlingsteichen. 

Heinz Grob fasst die Arbeiten und Anlässe an den Teichen zusammen. Der Hegetag am 27.04 konnte wegen Schnee nicht durchgeführt werden. Der Fischerhock am 1.Mai wurde von 12 Mitgliedern besucht. Highlight war die super Gulaschsuppe. Teichbesatz 25.05 20000 Sömmerlinge. 29.06 Plauschfischen, leider nur schwach besucht. 25.08 Abfischen Palüds Süd. 14.09 Entnahme Sömmerlinge. Leider mit einem sehr schlechten Ergebnis. Lediglich 500-600 Sömmerlinge können entnommen werden. Heinz bedankt sich bei seinen Leuten und allen die mitgeholfen haben. Es entsteht eine Diskussion über die bescheidene Zahl der abgefischten Sömmerlinge. Möglicherweise hängt es mit dem Bau des Migrogebäudes zusammen. HFA Linard Jäger erklärt es sei unmöglich dies im Nachhinein nachzuweisen. Man geht von einer einmaligen Sache aus. 

7. Ehrungen 

Es gibt verschiedene Ehrungen. Leider ist keiner der geehrten anwesend. Georg Budja wird kantonaler Veteran. Vereinsveteranen werden Housi Schwab und Reto Schmidhauser. I AC 

8. Budget und Festsetzung des Jahresbeitrages 

Das Budget 2020 wird vom Kassier vorgetragen. Er rechnet mit Einnahmen von Fr. 6805.- und Ausgaben von Fr. 6481.- Die Mitgliederbeiträge bleiben unverändert. Das Budget wird von der Versammlung genehmigt. 

9. Beschlussfassung über fristgerecht eingereichte Anträge 

Es werden keine Anträge gestellt. Der letztjährige Antrag von Jachen Stecher die Aufzuchtsbäche Palüds Süd für die Fischerei zu schliessen wird nun weiterverfolgt. HFA Linard Jäger erklärt, es soll bereits nächsten Sommer ein Fischereiverbot auf der linken Seite Palüds Süd geben. 

10. Jahresprogramm

Die Vereinsanlässe bewegen sich im Rahmen der Vorjahre. 2020 soll erneut eine Fliegenbindemeisterschaft stattfinden. Das Programm wird durch den Vorstand erarbeitet. 

11. Varia und Umfrage 

-Silvano informiert über verschiedene Punkte die in den Statuten geändert werden sollten. 

-Revisor H.CH. Gut tritt auf Ende Vereinsjahr 2020 zurück. Ein neuer Revisor muss gefunden werden. 

-Alfred Widmer hat uns ein Anliegen zugesendet. Es geht um die Überwucherung der Blätterstauden an Teilen des Inn entlang. Diese sollten besser geforstet werden. 

-Die Firma Vitali hat alle Kosten für Kopien übernommen. Danke dafür. 

- Der Vorstand sucht für nächstes Jahr einen zusätzlichen Beisitzer, dessen Aufgabe in erster Linie die Aktualisierung unserer Homepage und Facebook Seite beinhaltet. 

-Silvano bedankt sich beim Gastgeber der diesjährigen GV. Flavio Neuhäusler . Diesen dürfen wir sogleich als Neumitglied in unserem Verein willkommen heissen. 

-Reto Stifel motiviert die Anwesenden Werbung für unsere Anlässe zu machen. Besonders für das Generationenfischen für das wir den Förderpreis erhalten haben. Er bedankt sich beim ganzen Verein und vor allem bei Präsident Silvano der einen super Job macht. 

-Gabi Grob entfacht eine Diskussion, wie mehr Mitglieder motiviert werden könnten bei unseren Anlässen mitzumachen. Viele Ideen kommen zusammen. Es wird auch immer klarer dass der Anlass Plauschfischen umgemodelt werden muss. 

-Claudio Morell bemängelt die Fischereibeiträge der Zeitschrift Bündner Jäger/Fischer. Zudem hat er einige Fragen zur Renaturierung. Diese werden Von HFA Linard Jäger beantwortet. 

- Linard sucht noch Helfer für den Laichfischfang am 09.12 

-Der Präsident schliesst die Versammlung. 

Sitzungsdauer: 75 min. 

Protokoll: Marco Lenatti

 

Das Protokoll muss an der GV 2020 von den Mitgliedern noch genehmigt werden.

 

 

 

Mehr über das Wanderverhalten der Äschen erfahren

 

Die Fischer im Kanton Graubünden fangen immer weniger Äschen. Warum? Mögliche Gründe werden zurzeit untersucht. 

 

Ein kühler, bewölkter Herbsttag am Inn unterhalb von Samedan. Auf einem Schlauchboot läuft ein Generator, das Boot wird flussaufwärts mitgezogen. Mitarbeiter eines Ökobüros, Wildhüter und Fischereiaufseher fischen den Fluss mit einem Elektrofanggerät ab. Die Fische zappeln und zucken in der Strömung heran, aus der sie mit einem Feumer aufgefangen und in einen, mit Wasser gefüllten Bottich geleert werden. «Forelle 20», «Äsche 29». Jeder gefangene Fisch wird handschriftlich in einem Protokoll erfasst.

Ein paar Meter weiter unten stehen Marcel Michel, Fischereibiologe vom Amt für Jagd und Fischerei, sowie Peter Rey vom Büro Hydra. Während die gefangenen Forellen bereits wieder im Inn schwimmen, werden die Äschen betäubt und noch einmal gewogen, gemessen und an der Unterseite mit einem blauen Punkt markiert. Die grösseren Exemplare erhalten zusätzlich einen kleinen Schnitt, über den ein PIT-Tag, ein elektronischer Passiv-Sender in die Bauchhöhle eingeführt wird. Kurze Zeit später schwimmen die Äschen wieder im Bottich und werden dann zurück in die Freiheit entlassen. Die kleine Schnittwunde ist innerhalb von zwei Tagen verheilt. 

 

Weniger Äschen gefangen

Was hier am Inn passiert, dient als Grundlage für das Fischerei-Management des Kantons. Im vergangenen Jahrzehnt sind in den Oberengadiner Flüssen deutlich weniger Äschen gefangen worden. Waren es 2008 noch 5300 Stück, wurde im letzten Jahr noch knapp 3000 gezählt. Über die Gründe kann zurzeit nur gemutmasst werden, darum das Projekt zur Untersuchung der Bestandssituation. 

Peter Rey kennt die Oberengadiner Gewässer seit den Revitalisierungsprojekten sehr gut. 2005, nach der Flazverlegung, seien die Äschenbestände in den neu gewonnenen Gewässerab‧schnitten geradezu explodiert. Ab dem Jahr 2011 seien sie dann abschnittsweise stark zurückgegangen. Vermutungen gibt es einige. «Wir wollen es aber genau wissen. Im Idealfall finden wir die Ursache, welche wir dann auch beheben können», sagt Rey. Was beim Abfischen aufgefallen ist: In Gewässerabschnitten, welche früher vor allem von der Äsche bevölkert waren, gibt es heute deutlich mehr Bachforellen. 

 

Sich die Technik zunutze machen

Ein wichtiges Indiz, um den Ursachen für den möglichen Bestandsrückgang auf die Spur zu kommen, ist das Wanderverhalten der Äsche. Steigt sie unterhalb von S-chanf den Inn hoch in Richtung Oberengadin? Kommt sie zurück in den Innbogen bei Celerina, früher ein eigentlicher Hotspot für die Äsche? Antworten auf diese und andere Fragen soll der eingepflanzte Passiv-Sender liefern. Im Inn und im Flaz sind an verschiedenen Stellen im Fluss Indika‧tionsschlaufen verlegt. Sobald die Äsche diese passiert, wird sie elektronisch registriert. Stand erste Okto‧ber‧woche waren bereits rund 500 Äschen «getaggt». 

 

Keine schnellen Resultate

Mit schnellen Resultaten ist nicht zu rechnen, die will man bei dem auf drei Jahre angelegten Projekt auch nicht. Gemäss Marcel Michel gibt es einen Katalog von möglichen Ursachen. Angefangen von einer anderen Verteilung der Fische in den Gewässern, über die Klimaerwärmung, die Nutzung der Wasserkraft bis hin zu einer Änderung der Nahrungsgrundlage. «Wir wollen das nun fundiert untersuchen, um dann allfällige Massnahmen umsetzen zu können», sagt er. 

 

Der Text ist erstmals erschienen im Bündner Fischer vom November 2019 und in der Engadiner Post/Posta Ladina

Autor: Reto Stifel